publications

2010
Langbehn, Volker. “Persuasive Maps and a Suggestive Novel – Hans Grimm’s "Volk ohne Raum" and German Cartography in Southwest Africa”. German Colonialism, Visual Culture, and Modern Memory. London, New York: Rotledge, 2010. 165-181. Print.
2009
’Amerika gibt es nicht’ – On the Semiotics of Literary America in the Twentieth Century”. German Quarterly 82.2 (2009): , 82, 2, 196-211. Print.
Theater of Revolution and the Law of Genre – Bertolt Brecht’s "Die Maßnahme"”. Germanic Review 84.4 (2009): , 84, 4, 327-352. Print.
Nachbilder des Orients. Hugo von Hofmannsthals "Märchen der 672. Nacht"”. Mitteilungen des deutschen Germanistenverbandes (Einfache Prosaformen der Moderne) 56.2 (2009): , 56, 2, 219-232. Print.
Literaturtheorien zur Einführung
Literaturtheorien zur Einführung. Hamburg: Junius Verlag, 2009. Print.Abstract

Auf der Grundlage von konkreten Analysen einflussreicher Texte bietet diese Einführung einen neuen systematischen Zugang zum Kanon der Literaturtheorie. Anhand der semiotischen Unterscheidung von Bedeutung, Zeichenträger und Referent gliedert sich der Band in drei Kapitel. Als Theorie der Bedeutung wird die Hermeneutik von Wilhelm Dilthey, Hans-Georg Gadamer, Peter Szondi und Paul Ricoeur vorgestellt. Das zweite Kapitel rekonstruiert die Psychoanalyse Sigmund Freuds und Jacques Lacans, den Strukturalismus und Poststrukturalismus von Roland Barthes, Jacques Derrida und Paul de Man als Zeichentheorien. Im dritten Kapitel schließlich werden Theorien der Gesellschaft (Adorno, Luhmann), Kultur (Lévi-Strauss, Geertz), Geschichte (Foucault, Greenblatt), Körper (Kristeva, Butler) und Medien (Baudrillard, Kittler) als Modelle von Referenz diskutiert.

2008
Simons, Oliver, and Elisabeth Wagner. “Bachmanns Medien. Einleitung”. Bachmanns Medien. Ed. Oliver Simons & Elisabeth Wagner. Berlin: Vorwerk 8, 2008. 7-11. Print.
Simons, Oliver, and Elisabeth Wagner. “Bachmanns Amerika”. Bachmanns Medien. Berlin: Vorwerk 8, 2008. 148-161. Print.
Botschaft oder Störung? Eine Diskursgeschichte des ‘Rauschens’ um 1800”. Monatshefte 100.1 (2008): , 100, 1, 30-44. Print.
Bachmanns Medien
Simons, Oliver, and Elisabeth Wagner. Bachmanns Medien. Berlin: Vorwerk 8, 2008. Print.Abstract

Der seinerzeit vorherrschenden Medien-Skepsis (Frankfurter Schule) folgte Bachmann nicht; Medien waren für sie keine Antagonisten der Kunst. Die Autoren des Bandes gehen jenen Spuren in ihrem Werk nach, wo sie im Gegenteil die Medien als Bedingung ihrer Poetik reflektiert. Die Kunst im technischen Zeitalter ist der Titel eines Vortrags, den die Ich-Figur von Ingeborg Bachmanns Malina zu Beginn des Romans besucht. Der Vortragstitel erinnert an Werner Heisenberg und Martin Heidegger, vor allem aber daran, dass Kunst und Technik (gr. techne) bei Bachmann keinen Gegensatz bilden. Seit ihren ersten Hörspielen handeln Bachmanns Texte von Verkehrsformen und Transportmitteln, von Apparaten und Medien: dem Radio, Telefon und Telegramm, der Postkarte und dem Briefverkehr. So überraschend banal die übermittelten Botschaften oftmals sind, so obsessiv ist Bachmanns Ausstellen der Apparaturen, ihre Rede über das Medium, über die Störungen und Unterbrechungen von Kommunikation. Bemerkenswert ist, dass sich Bachmann dabei keineswegs abwehrend gegenüber den Medien verhält. Sie ist keine Medienkritikerin wie ihre Zeitgenossen Theodor Adorno und Günther Anders, vielmehr reflektiert sie Medien als Bedingung ihrer Texte. In Bachmanns Schriften konstituieren Medien die Botschaft, stellen oftmals aber auch Syntax und Semantik auf die Probe. Die hier gesammelten Beiträge folgen den zahlreichen Spuren ihrer postalischen Krisen, den Nachrichtenkurrieren und verfehlten Botschaften, sie rekonstruieren die Medienpoetik ihrer Sprachbilder, ihrer musikalischen Stimmen oder des Radios – und sie eröffnen damit neue Zugangsweisen zu Bachmanns Werk.

2007
Simons, Oliver, and Arne Höcker. “Schuld und Scham – Kafkas episches Theater”. Kafkas Institutionen. Bielefeld: transcript, 2007. 269-293. Print.
Simons, Oliver, and Arne Höcker. “Kafkas Institutionen. Einleitung”. Kafkas Institutionen. Ed. Oliver Simons & Arne Höcker. Bielefeld: transcript, 2007. 7-14. Print.
Kafkas Institutionen
Simons, Oliver, and Arne Höcker. Kafkas Institutionen. Bielefeld: transcript, 2007. Print.Abstract

Kafkas Texte sind Institutionengeschichten. Sie handeln von Ämtern, Prozessen und ihren Akten, von Volkskunde, Kaisertum und Legenden. Und sie handeln von Figuren, die von solchen Einrichtungen magisch angezogen werden und kaum in der Lage sind, ihr Dasein aus sich selbst heraus zu sichern. Kafkas Institutionen sind so einschließend wie ausschließend, immer markieren sie eine Schwelle, sei es jene zwischen Autonomie und Zwang, jene zwischen Literatur und Leben oder schließlich die ihrer eigenen Unterscheidung, die Schwelle von Institution und Individuum. Kafkas Literatur ist eine Literatur der Institutionen, insofern sie diese Schwellenkunde betreibt. Die hier versammelten Beiträge lesen Kafkas Texte als Poetik der Institutionen, sie fragen nach den ordnungsstiftenden Funktionen für sein Schreiben, sie folgen den Wegen seiner Figuren, den Gängen, Vorzimmern, Lifts etc., und sie gehen seinen literarischen Verfahren auf den Grund: den Rhetoriken, Darstellungsweisen und Abläufen seiner Institutionengeschichten.

Raumgeschichten. Topograophien der Moderne in Philosophie, Wissenschaft und Literatur
Raumgeschichten. Topograophien der Moderne in Philosophie, Wissenschaft und Literatur. München: Wilhelm Fink, 2007. Print.Abstract

Um 1900 verliert die Geometrie ihre Anschaulichkeit: Mehrdimensionale und nicht-euklidische Räume lassen sich nicht mehr vor Augen führen. Welchen Effekt hat dieser epistemologische Bruch auf jene Disziplinen, für die bis dahin Euklids Geometrie als Modell eines exakten und zugleich anschaulichen Wissens galt? Wie verändern sich die Raumkonzepte in Philosophie, Wissenschaft und Literatur, wenn sich ihre Weltbilder nicht mehr in einem dreidimensionalen, kartesischen Gehäuse unterbringen lassen? Dieser Band rekonstruiert Raumentwürfe aus der Philosophie Husserls und Cassirers, der Gestaltpsychologie, der Kunstgeschichte Riegls und Einsteins, schließlich Rilkes und Musils literarische Räume.

2006
Höcker, Arne, Jeannie Moser, and Philippe Weber. “Nach Euklid. Geometrie als Narrativ bei Husserl und Foucault”. Wissen. Erzählen. Narrative der Humanwissenschaften. Bielefeld: transcript, 2006. 17-28. Print.
Ein Postbeamter macht Aussenpolitik – Heinrich von Stephan und die koloniale Expansion Deutschlands”. http://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/strassen.htm 2006: n. pag. Print.
Die Lesbarkeit der Geheimnisse. Schillers Don Karlos als Briefdrama”. Zeitschrift für Germanistik 1 (2006): , 1, 43-60. Print.
2005
van der Heyden, Ulrich, and Joachim Zeller. “Der Raub der Nofretete”. ‘…Macht und Anteil der Weltherrschaft.’ Berlin und der deutsche Kolonialismus. Münster: Unrast Verlag, 2005. 191-196. Print.
Luserke-Jaqui, Matthias. “Musil und der Mond”. ‘Alle Welt ist medial geworden.’ Literatur, Technik, Naturwissenschaft in der Klassischen Moderne. Internationales Darmstädter Musil-Symposium. Tübingen: Francke, 2005. 201-220. Print.
Erhart, Walter. “Topographie und Archäologie der Moderne. Alfred Döblins Amazonas-Roman”. Wolfgang Koeppen & Alfred Döblin. Topographien der Moderne. München: Iudicium, 2005. 158-177. Print.
2004
Deutsche Autobiographien 1690-1930”. 2004: n. pag. Print.Abstract

Nicht erst mit Goethes Dichtung und Wahrheit wird die Autobiographie zur wichtigsten literarischen Form der Selbstbestimmung. Gegenüber Brief und Tagebuch liegt die ihr eigene Spannung darin, dass die private Äußerung mit Blick auf eine gewollte oder ungewollte Veröffentlichung sehr genau abgewogen werden muss. Denn wer zuviel verrät, läuft Gefahr, sich oder andere zu kompromittieren. Die vorliegende CD-Rom verfolgt die Entwicklung der Autobiographie vom 18. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert. Sie bietet auf über 80.000 Bildschirmseiten rund 180 autobiographische Werke. Neben Schriftstellern kommen dabei Forscher, Ingenieure, Schauspieler, Künstler, Musiker, Industrielle und Politiker zu Wort, deren Lebensläufe Einblicke ins Private gewähren und zugleich wichtige Zeugnisse der Zeitgeschichte sind. Überdies dokumentiert die Auswahl, daß auch in gesellschaftlichen Randgruppen die Autobiographie immer wieder der Selbstbehauptung diente: in der Lebensbeschreibung von Frauen, Arbeitern, Sträflingen und politisch Verfolgten bis hin zu Daniel Paul Schrebers Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken.

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